Leckageortung Pöppinghaus & Wenner Trocknungs-Service Kerpen-Sindorf

Flachdachortung & Flachdachtrocknung

Flachdachortung

1. Kaltwasser- und Warmwasserleitungen

Bei der Flachdachortung von Kalt- und Warmwasserleitungen kommt häufig das hochpräzise Tracer-Gas-Verfahren zum Einsatz. Dabei wird das Leitungssystem zunächst entleert und anschließend mit einem speziellen, ungiftigen Prüfgasgemisch befüllt. Dieses Gas – meist eine Mischung aus Wasserstoff und Stickstoff – verteilt sich im gesamten Leitungssystem und tritt an der beschädigten Stelle aus.


Da Tracer-Gas extrem feinperlig ist, gelangt es selbst durch kleinste Risse oder Poren im Rohr. Über der Flachdachkonstruktion wird das austretende Gas mithilfe hochsensibler Detektoren gemessen. Die Messgeräte reagieren bereits auf geringste Konzentrationen und ermöglichen so eine punktgenaue Lokalisierung der Leckage, auch wenn sie sich unter Estrich, Dämmung oder Abdichtungen befindet.



Das Verfahren eignet sich sowohl für Kaltwasser- als auch für Warmwasserleitungen und ist vollkommen zerstörungsfrei. Durch die präzise Ortung werden unnötige Öffnungen im Dachaufbau vermieden und Reparaturen können gezielt und kostensparend durchgeführt werden.

2. Rauchgas

Das Rauchgas-Verfahren nutzt leistungsstarke Turbinen, um ein spezielles Rauchgasgemisch in die Dämmschicht unter der Dachabdichtung einzubringen. Innerhalb weniger Sekunden verteilt sich das Gas über die gesamte Dachkonstruktion. Dadurch werden Undichtigkeiten an Flachdächern klar sichtbar: Der Rauch tritt deutlich an Rissen, offenen Verbindungen oder anderen anfälligen Stellen hervor. Auf diese Weise lassen sich Lecks zuverlässig und präzise lokalisieren.


Bevor Sie teure Reparaturen oder eine vollständige Sanierung Ihres Flachdachs durchführen, empfiehlt es sich, das Rauchgas-Verfahren zu erwägen.


Das eingesetzte Rauchgasgemisch ist vollkommen unbedenklich. Es handelt sich um eine umweltfreundliche Zusammensetzung aus Wasser und mehrwertigen Alkoholen, die von der EU als sicher für Mensch und Umwelt eingestuft wird.

3. Stromimpuls

Bei der Flachdachortung mittels Stromimpulsverfahren wird die Dachfläche kontrolliert bewässert, um eine leitfähige Verbindung auf der Abdichtung herzustellen. Anschließend wird ein elektrisches Stromfeld erzeugt, das über eine Sonde sowie über im Bereich des Daches positionierte Elektroden eingespeist wird.


Durch das gezielte Einleiten von positiven und negativen Impulsen (+/–-Impulsen) lassen sich Leckagen in der Dachhaut exakt lokalisieren. An beschädigten Stellen dringt Feuchtigkeit bis zur Dämmebene vor. Dort entsteht eine minimale, aber messbare Veränderung des elektrischen Feldes. Die Messgeräte erfassen diese Abweichungen und führen den Techniker Punkt für Punkt präzise zur undichten Stelle.


Dieses Verfahren ermöglicht eine hochgenaue, zerstörungsfreie Leckageortung und eignet sich besonders für große oder komplex aufgebaute Flachdachflächen.

Flachdachtrocknung

Flachdächer sind schadensanfällig, weil bei Undichtigkeiten große Wassermengen unbemerkt in Konstruktion oder Dämmung eindringen können. Weitere Feuchteursachen sind Baumängel wie fehlende Dampfsperren, unzureichende Dämmung oder mangelhafte Entwässerung. Oft wird der Schaden erst sichtbar, wenn Wasser aus der Decke tropft. Nach Beseitigung der Ursache stellt sich die Frage nach der passenden Sanierung. Grundsätzlich können Flachdächer technisch getrocknet werden, was häufig kostengünstiger und nachhaltiger ist als eine komplette Sanierung.


Für die technische Trocknung der Dämmschicht gilt ein ähnliches Vorgehen wie bei schwimmenden Estrichen: Es werden Lüftungslöcher hergestellt, um Trockenluft einzuleiten. Spezielle Bohrer ermöglichen Öffnungen, in die anschließend Flachdachstutzen für Bitumen- oder Folienabdichtungen eingesetzt werden. Die Querschnitte der Lüftungsschläuche werden entsprechend angepasst.


Die Trocknung erfolgt im Schiebe-Zug-Verfahren, um Überdruck zu vermeiden, der die Dachhaut anheben und Schäden verursachen kann. Druck-, Durchströmungs- und Wärmeverhältnisse müssen ständig kontrolliert werden, idealerweise per Fernsteuerungssystem.


Flachdachtrocknungen sind mit erhöhtem Aufwand verbunden: Das gesamte Equipment muss auf das Dach transportiert und witterungsgeschützt werden; zudem sind oft längere Laufzeiten nötig als bei Estrichtrocknungen. Diese zusätzlichen Leistungen sind meist nicht in Standard-Leistungsverzeichnissen vorgesehen.



Die Schadenaufnahme bleibt die Grundlage jeder erfolgreichen Trocknung. Häufig ist eine Öffnung der Dachhaut nötig, um Dämmstoffe, Schichtaufbau und mögliche Baumängel zu beurteilen. Diese Öffnung kann gleichzeitig zum Einbau eines Lüftungsstutzens genutzt werden.


Flachdächer sollten zwischen Oktober und April nicht technisch getrocknet werden, da es im Schlauchsystem zu Taupunktunterschreitungen und Kondensation kommen kann. Dadurch würde zusätzlich Feuchtigkeit unter die Dachhaut gelangen statt entfernt zu werden.